Alte Wunden

Die ersten 30 Jahre meines Lebens hatte ich noch keine Vergangenheit oder habe sie neutral bewertet, weil ich keine andere hatte.
Dann fing ich an, diese kritisch zu sehen und erkannte, dass vieles in meiner Vergangenheit für das, was ich heute mit mir herumtrage, mitverantwortlich war und ist.
Dann fing ich an, meine Vergangenheit negativ zu sehen und ihr alle Schuld zuzuschieben. Das schien das Richtige zu sein. Endlich hatte ich den Übeltäter gefunden. Irgendwo war ich zwar auch mit beteiligt, aber der Hauptschuldige war jemand anderer.
Inzwischen wird mir klar, dass ich es dabei nicht belassen kann. Ich muss nicht das vermeintliche bzw. tatsächliche Opfer meiner Vergangenheit sein. Ich kann mich dagegen entscheiden.
Ich kann und muss einen Weg finden, im Hier und Jetzt zu leben. Vergangenheit Vergangenheit sein lassen und Morgen Morgen. Hier und jetzt. Immer.

Es gibt nur diesen Moment.

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System Error

Nach dem x-ten Hautausschlag und nur kurzfristiger Linderung durch Bekämpfung mit Cortison-Tabletten nun heute nach erneutem Ausschlag ein Besuch beim Hautarzt.

Das Ergebnis: Blut- und Gewebeentnahme (Resultate in 10 Tagen), Anti-Histaminika und eine spezielle Diät, bei der ich auf Lebensmittel mit  Konservierungsstoffen, Farbstoffen und Salicyl-Säure verzichten soll.

Kein Obst, keine Cola, kein Ei, keine abgepackten Sachen, keine Gewürze… für mindestens 4 Wochen.

Und ich soll ein Ernährungstagebuch führen.

Das wird für uns alle eine Herausforderung. Für mich, mein Essen so radikal umzustellen und auch für meine Liebste, die Angesichts der noch erlaubten Zutaten – Liste die Hände über dem Kopf zusammenschlug…

Und dennoch: Ich habe die Aussicht, diese Veränderung meines Stoffwechsels in den Griff zu bekommen.

Kindergeburtstag

Gestern feierte die Große ihren 11. Geburtstag nach. 12 Sechstklässler waren die Gäste. Plus zwei Erwachsene (die Liebste und ich), das Partykind und drei Geschwister.
Es war … Herausfordernd. Allein die Vorbereitungen brachten uns oft an den Rand der Kräfte. Planung, Organisation, Zeitdruck, dünne Nerven. Dazwischen laufender Betrieb mit vier Kindern, einem kranken Kleinkind und was sonst noch so alles ansteht.
Die Party war ein Hit. Alle hatten Spass ohne Ende. Die Schatzsuche war ein voller Erfolg, die Stimmung Super. Keine Streits oder sonstige Mißstimmung.

Jetzt planen wir die nächste Party, da auch die beiden Mittleren noch nachfeiern dürfen, da sie mitten im Umzug Geburtstag hatten und wir da beim besten Willen nicht hätten feiern können.

Party on, Wayne. ^^

Zwei Klassen…

… Gesellschaft:
Apple bringt sein neues Betriebssystem iOS7 heraus. Dies ist aber für mein Handy nicht mehr kompatibel. Ärgerlich, aber verkraftbar.
Weitaus ärgerlicher finde ich es, wenn ich bestimmte Apps nicht mehr updaten kann, weil sie eben dieses iOS7 zwingend voraussetzen.

Trivial? Vielleicht.
Irgendwie schon blöd? Ja.

Wenn Blicke…

… Oder so.

Heute haben zwei Frauen aus unserem „Bekanntenkreis“ unabhängig voneinander am Telefon der Liebsten gegenüber gesagt, sie wüssten nicht so wirklich was sie von mir halten bzw. wie sie mit mir umgehen sollen. Ich wäre zwar freundlich und so, würde aber oft so kritisch und ernst gucken. Außerdem wäre ich so groß, da wüsste man ja auch immer nicht…
Äh… Ja. Ne.

Elefanten im Wohnzimmer

Danke für die Kolumne, Sascha Lobo.

Ich kann immer nur wieder mit dem Kopf schütteln, wie unglaublich menschen- system- und demokratieverachtend dieses Regierung mit den Menschen an sich und der Gesellschaft insgesamt umgeht.

Gefühlt geht es nur noch abwärts und die handelnden Akteure drehen das Schwungrad stets fleißig weiter.

Möglich, dass ich das Ganze zu negativ sehe.

Vielleicht aber auch nicht negativ genug.

Das Nuf hats hier treffend beschrieben.

Zitat: "Dann stelle ich mir vor, wie das Ganze aussieht, wenn meine Kinder groß sind, wenn doch irgendwelche 1984-Szenarien Alltag geworden sind und was mich meine Kinder dann fragen: Hast DU das gewusst damals? Warum habt ihr nichts getan?
Ich stelle mir das schrecklich vor."

Ich frage mich, ob sich die ganzen Deutschen nach dem zweiten Weltkrieg auch so gefühlt haben?

Ich schwanke, ob ich überhaupt wählen gehe. Eigentlich traue ich niemandem innerhalb dieser Blase mehr über den Weg (auch wenn das sicher für viele engagierte Politiker ungerechtfertigt ist)

Vielleicht wähle ich aber auch Protest bzw. die Partei, die es am wenigsten nicht verdient.

Auch eine komische Einstellung. Und so negativ.

Einfach nur "Das kleinere Übel" zu wählen hat einen seltsamen Beigeschmack und ist nicht sonderlich konstruktiv.

*hmpf*