Blogroll – „Wer-ist-eigentlich-dran-mit-Katzenklo?“

Die Frau schreibt einfach klasse.

Jeden ihrer Beiträge, den ich bislang gelesen habe, kann ich so unterschreiben.

SO muss Kindererziehung.

Weniger platt gesagt: Die Autorin beschreibt ein Familienleben mit Kindern sowie eine Form der Kindererziehung, die meiner Idealvorstellung eines Umgangs mit Kindern schon ziemlich nahe kommt. Das Ganze auch noch unaufgeregt und positiv.

Mein Wunsch wäre es, dass sich viele Eltern dort die eine oder andere Scheibe abschneiden.

In einem Punkt möchte ich ihr aber widersprechen:

In ihrem letzten Beitrag hat sie am Ende und als P.S. geschrieben Zitat:
"Ps: Das Verhalten der Mutter am Nebentisch in Perpignan war weder falsch noch schlimm. Auch wird das Mädchen deshalb kein Kindheitstrauma davon tragen. Mir fällt nur auf, dass viele Familie es sich unnötig schwer machen und permanent schlechte Stimmung haben. (Nur so zur Einordnung dieses Posts.)"

Meine Meinung dazu ist: Ja, das Verhalten war weder falsch noch schlimm. Wenn man die Leute in seiner Umgebung beobachtet, ist dieses Erziehungsverhalten, diese Art und Weise mit Kindern umzugehen und zu sprechen gesellschaftlicher Konsens, absolut akzeptabel und würde nirgendwo als falsch oder verwerflich anecken.

Und grade weil dieser gesellschaftliche Konsens so ist, findet Kindererziehung, Kinderbetreuung, Formung kindlicher Persönlichkeit und damit auch die Grundsteinlegung für das Erwachsensein auf einem Niveau statt, dass deutlich unter dem angesiedelt ist, was möglich wäre, wenn sich mehr Eltern an dem, was die Blogautorin beschreibt orientieren würden.

Nicht weil SIE es schreibt, sondern weil das, was sie schreibt, das Richtige ist. Nicht im Sinne von unfehlbarer Richtigkeit bei 100 %, sondern als eine Richtschnur, die weitaus höher liegt als der gesellschaftliche Konsens und wesentlich besser dazu geeignet ist, Kinder freier, gesünder, selbstbestimmter und glücklicher aufwachsen zu lassen.

Ich musste diese Dinge auch erst lange und mühsam lernen und bin immer noch unendlich dankbar für die Engelsgeduld meiner Liebsten, die die gleichen Werte im Rahmen von Kindererziehung vertritt und es tatsächlich geschafft hat, mir zu vermitteln, wie wertvoll dieses Geschenk ist. Nicht nur für unsere Kinder, sondern auch für mich und meine persönliche Weiterentwicklung.

Denn Erziehungsarbeit bedeutet auch immer Arbeit an dem, der da erzieht. Fehler machen ausdrücklich erlaubt, solange sie nicht bestehen bleiben, sondern angegangen werden.

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